Harald Mahrers Lebenslauf

Ehemaliger Wirtschaftsminister, Präsident der Wirtschaftskammer, des Wirtschaftsbundes, des Wirtschaftsforschungsinstituts und der Österreichischen Nationalbank. So vielseitig wie seine Funktionen ist auch die öffentliche Meinung rund um Harald Mahrer. Aber werfen wir mal alles, was wir über seine Person zu wissen glauben, für diese Podcastfolge aus dem Fenster. Harald bezeichnet sich selbst in erster Linie als Unternehmer, motiviert und angezogen von dem gewissermaßen magischen Entrepreneurship-Spirit, der dieses Umfeld ausmacht.

Startups – The window into the future  

Durch seine jahrelange Erfahrung im Wirtschaftsbereich verfügt Harald über einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des österreichischen Wirtschaftsraumes und der Startup Szene. Allgemein zeichne sich unser Alpenland als Wirtschaftsstandort v.a. durch seine herausragenden Lebensbedingungen und durch die hochbegabten Talente aus, die es bewohnen. Beschleunigt durch die Pandemie, habe man in Österreich überdies mittlerweile begonnen Digitalisierung nicht nur zu akzeptieren, sondern z.T. auch aktiv daran zu arbeiten neue Technologien voranzutreiben und weiterzuentwickeln.
Unsere Startups haben aus Haralds Sicht im letzten Jahrzehnt außerdem gelernt globaler zu denken und zu handeln, trotz der Sprachbarrieren, die uns immer noch ein Stück weit von einer breiteren Internationalisierung zurückhalten. Weiteres Verbesserungspotenzial in unserem Land sieht Harald zudem insbesondere wenn es um die Finanzierungslandschaft und das Schaffen von Rahmenbedingungen geht, in welchen Unternehmer:innen ihre innovativen Ideen umsetzen können.

Aufklärung

In Österreich wie auch im gesamten europäischen Raum müsse man darüber hinaus an der gesellschaftlichen Einstellung zu Entrepreneurship arbeiten, meint der Präsident der WKO. Wirtschaft und Wirtschaften würde immer noch mit dem Bild eines Zylinder tragenden, Zigarre rauchenden, auf alle Arbeitenden herabblickenden Fabrikinhabers gleichgesetzt. Das sei nicht nur deshalb veraltet, weil die Firmengründer:innen von heute mit dem Privatjet statt mit der Kutsche reisen, sondern v.a. weil Unternehmer:in zu sein nicht bedeute sich einfach zurückzulehnen. Erfolgreich zu sein, heißt hart zu arbeiten, am Ball zu bleiben und rund um die Uhr vehement an das zu glauben was man tut: „Entrepreneurship ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung, ein Wertesystem, ein eigener innerer Kompass.“

Das Unternehmer:innen-Virus

Die unternehmerische Leidenschaft, die in unserem Gespräch immer wieder zur Sprache kommt, mit einem Virus gleichzusetzen, mag in einer globalen Pandemie vielleicht nicht die beste Analogie darstellen. Aber als Harald erklärt, was es seiner Meinung nach bedeutet ein/e Unternehmer:in zu sein, kann man nicht umhin zu denken, dass dieser Unternehmergeist, der durch die Adern eines jeden Entrepreneurs fließt, eine Art Virus auslöst. Symptome inkludieren u.a. Innovationsorientiertheit, verrückte Ideen, Stehaufmännchen-Attitude, das Verlangen einen Impact zu erzeugen und Risikoaffinität. Leider fallen in Österreich die Infektionszahlen dieses Virus derzeit niedrig aus. Die Herausforderung bestehe folglich darin, andere damit zu infizieren und die Leidenschaft für Entrepreneurship sichtbar und nachempfindbar zu machen.

Schulskikurs für Entrepreneurship

Bildung, sind sich Daniel, Markus und Harald einig, ist hier der Schlüsselbereich, um die Inzidenz nach oben zu treiben. Mit dem Schulskikurs fürs Unternehmertum – der Youth Entrepreneurship Week – soll das Thema erstmals in Angriff genommen werden. Es gelte dabei zuallererst Kinder und Jugendliche dazu zu ermutigen ihre naturgegebene Neugierde beizubehalten: „Da brauch ich den wirtschaftlichen Aspekt vorerst gar nicht dabei, ich muss einmal prinzipiell neugierig sein, wenig Furcht haben, muss ausprobieren wollen.“ Man müsse somit den Mut zu verrückten, außergewöhnlichen Ideen in der Schule fördern und Vorbilder schaffen, um Entrepreneurship breiter in der österreichischen Gesellschaft zu verankern. Vielleicht kann auch Daniels Zufallspitch für ein neues Primetime TV-Show Format à la “Just Do It – Austrias Next Top Entrepreneur” einen Beitrag dazu leisten. Harald verspricht jedenfalls Unterstützung. Es sei an der Zeit vorhandene Potenziale zu erkennen und zu nutzen, wieder in Moonshots zu denken und die Lust auf Zukunft in den Menschen erneut zu entfachen.

Weitere Infos zur Entrepreneurship Woche findet Ihr unter:

 

Autorin: Lena Silberbauer

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