Habit Coach supporting entrepreneurs

Nicht Nein sagen zu können, sich nicht ausreichend Zeit für sich selbst zu nehmen und keine Pausen zu machen (auch nicht die ganz kleinen) sind drei der Hauptproblembereiche, die Eva in ihren Coachings bei Entrepreneur:innen am häufigsten antrifft. Als Habit Coach möchte Eva Menschen dabei unterstützen, an diesen negativen Gewohnheiten zu arbeiten und sie in etwas Positives und Nützliches umzuwandeln, um mentale Stärke aufzubauen und somit ihre Zeit und Energie besser und produktiver zu managen. Dabei wünscht sie sich dass „Menschen, die vor allem was bewegen wollen, wie die Gründer, die Unternehmer:innen, dass die sich wirklich anschauen wie geht’s mir zuerst. Und das hab ich bei meinem ersten Venture auch nicht so gemacht, ich bin über mich selber auch hinweggefahren, hab mich zurückgestellt, hab die Mitarbeitenden vorangestellt, alles andere vorangestellt. Aber wie geht’s mir, wie kann ich mich stärken, wie kann ich meine Verhaltensweisen stärken, meine mentale Stärke aufbauen und da wirklich dran bleiben. Weil ich bin überzeugt davon, dass nur damit wirklich der Grundstein, der Baustein vorhanden ist, um ein Team aufzubauen, Investoren an Board zu holen, um auch glaubwürdig mit echter Energie nach draußen zu gehen.“

Wie man positive Habits aufbaut

Also haben wir Eva gebeten, uns zu erklären, wie wir als Entrepreneur:innen mehr positive Gewohnheiten aufbauen und langfristig beibehalten können und die Schlüsselfaktoren, die Eva uns mit auf den Weg gegeben hat für euch hier zusammengefasst.

Step 1– Awareness

Der erste Schritt zur Problembewältigung besteht immer darin, zunächst festzustellen, wo diese Probleme genau liegen und sich ihrer bewusst zu werden. „Auf der ganzen Welt […] hat jeder Mensch mentale Saboteure“, meint Eva und erklärt uns folglich das Konzept von Positive Intelligence. Es gibt demnach 10 verschiedene Arten von mentalen Saboteuren, die uns durch negative Emotionen beeinflussen. Einer der häufigsten ist der sogenannte “Judge”, unsere kritische innere Stimme oder der “Avoider”, der “Pleaser”, “der Controller” etc. Das Ziel ist aber nicht unbedingt, diese mentalen Saboteure komplett loszuwerden, sondern in erster Linie, diese zuerst zu erkennen und zu definieren. Hierfür gibt es auch einen Assessment-Test den wir Euch unten verlinken. Sobald man weiß, wer unsere inneren Saboteure sind, kann man beginnen, an ihnen zu arbeiten und sich in eine positivere Richtung zu bewegen. Und genauso wie man körperliche Stärke erlangt, braucht auch mentale Stärke Training. Bei Eva gibt es dafür ein 8-wöchiges Programm, das mithilfe einer App und täglichen 10 sekündigen Übungen gewisse Hirnregionen stärken soll.

Aber nicht nur unsere mentalen Saboteure machen uns manchmal das Leben schwer, für Eva ist es auch wichtig, dass wir uns als Unternehmer:innen bewusst sind, welche Chronotypen wir sind (sind wir z.B. Morgenmenschen wie Hannah oder nachtaktiv wie Daniel), wo unsere Energiekurven liegen (dh. wann wir am produktivsten arbeiten können) und ob wir eher introvertiert oder extrovertiert sind. Viele von uns würden nämlich häufig im Arbeitsleben in die Rolle die/des Extrovertierten schlüpfen oder sich in das 9-5 Korsett zwingen, obwohl man eigentlich gar nicht so der Typ dafür ist und eher von einer anderen Arbeitsumgebung profitieren würde.

Step 2 – Setting Aspirations

Der nächste Schritt um gute Gewohnheiten langfristig in unserem Alltag zu verankern ist für Eva das Setzen von Intentionen: „Die Menschen, oder wir als Gründer:innen, wir setzen uns zu wenige Intentionen […]. Intentionen sind das größere Bild von etwas, das größere Warum. Warum gründe ich dieses Unternehmen? Warum lanciere ich jetzt dieses Produkt? Oder warum hole ich mir jetzt noch jemanden ins Team damit wir stärker sind?“ Das Setzen von Intentionen ist in diesem Zusammenhang unser Set von Argumenten gegenüber uns selbst, eine Art Festlegung unserer eigenen Ziele, z. B. ich kann zu einem Angebot Nein sagen, weil es nicht zu den Absichten passt, die ich mir selbst vorgenommen habe etc.

Step 3 – Start small

Selbstverständlich kann es schwer sein, eine Gewohnheit beizubehalten, vor allem, wenn unsere Terminkalender voll sind und wir unter Stress stehen. Der Schlüssel dazu ist, so Eva, immer klein anzufangen. Sagen wir zum Beispiel, unser Vorsatz ist sich mehr zu bewegen. Für diese Absicht kann man sich eine Menge verschiedener Handlungen einfallen lassen, die helfen, dieses Ziel zu erreichen, z. B. zweimal pro Woche laufen zu gehen, einen Yogakurs zu machen oder immer die Treppe zu nehmen. Aus dieser Masse an unterschiedlichen Möglichkeiten gilt es dann die sogenannten „goldenen“ Maßnahmen zu finden, die unsere Intention am effizientesten umsetzen, zusätzlich aber auch von uns gewollt und einfach umsetzbar sind. Diese goldenen Verhaltensweisen werden anschließend zu kleinen Gewohnheiten gemacht. Klitzekleine sogar. Zuerst braucht es einen konkreten Ankermoment, also einen klaren Auslöser, um etwas zu beginnen, dann folgt die Ausführung und zuletzt sollte jeder Habit immer kurz gefeiert werden, um positive Emotionen in unserem Gehirn freizusetzen.

Weitere Infos zu Eva findet Ihr unter:

Autorin: Lena Silberbauer

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